„Yaramaz“ ist ein türkisches Wort; eins zu eins übersetzt bedeutet es so viel wie „Nichtsnutz“.
Kleinen Kindern gegenüber wird der Ausdruck häufig benutzt, wenn sie frech und aufmüpfig sind. Güner Künier hat ihr zweites Album „Yaramaz“ genannt, um mit den Mitteln von Punk und Postpunk ihre eigene Coming-of-Age-Geschichte zu erzählen.
Postpunk und Minimal-/Synthpunk sind die wichtigsten musikalischen Referenzen auf „Yaramaz“, es gibt jedoch eine Menge weiterer (Sub-)Genres, die ihre Spuren hinterlassen haben. Flächige Shoegaze-Sounds, ein Velvet-Underground-Noir-Vibe und ein bisschen Krautrock und auch Anklänge an Riot Grrrl finden sich auf dem Werk. „Yaramaz“ klingt alles in
allem wie ein empowerndes Album mit der schlichten, aber wichtigen Message: geh‘ deinen eigenen Weg und lass dich dabei nicht beirren.
Güner Künier wurde 1990 im türkischen Izmir geboren und zog mit ihrer Familie im Alter von drei Jahren nach Flensburg, wo sie auch aufwuchs. Im Jugendalter spielte sie dort in ersten Bands, ehe sie zum Studium des Wirtschaftsingenieurwesens nach Berlin ging. Nach Abschluss des Studiums widmete sie sich voll und ganz der Kunst, arbeitete als Schauspielerin und Musikerin. Anfang der 2020er begann sie, solo Musik zu machen. Ihre Debüt-EP erschien 2021, ein Jahr später ihr erstes Album „Aşk“.
[english]
“Yaramaz” is a Turkish word; translated literally, it means something like “good-for-nothing”.
The term is often used when young children are cheeky and rebellious. Güner Künier named her second album “Yaramaz” to tell her own coming-of-age story through the lens of punk and post-punk.
Post-punk and minimal/synth-punk are the main musical influences on “Yaramaz”, though there are plenty of other (sub-)genres that have left their mark. Expansive shoegaze sounds, a Velvet Underground-esque noir vibe, a touch of Krautrock and hints of Riot Grrrl can all be found on the album. All in all, “Yaramaz” sounds
like an empowering album with a simple yet important message: follow your own path and don’t let anything deter you.
Güner Künier was born in Izmir, Turkey, in 1990 and moved with her family to Flensburg at the age of three, where she grew up. As a teenager, she played in her first bands there before moving to Berlin to study industrial engineering. After graduating, she devoted herself entirely to the arts, working as an actress and musician. In the early 2020s, she began making music as a solo artist. Her debut EP was released in 2021, followed a year later by her first album, “Aşk”.